Wildtierkorridor zwischen Chipinge und Save Valley
Der geplante Wildtierkorridor soll zwei bedeutende Schutzgebiete im Südosten Simbabwes dauerhaft miteinander verbinden. Damit schaffen wir in Kooperation mit AWARE sichere Wanderwege für bedrohte Tierarten und verbinden wirksamen Naturschutz mit konkreten Verbesserungen für die lokale Bevölkerung.
Lebensräume miteinander verbinden
Wir möchten den letzten verbliebenen Wildtierkorridor zwischen dem Chipinge-Safarigebiet und der Save Valley Conservancy im Südosten Simbabwes sichern.
Der Korridor verbindet wichtige Lebensräume gefährdeter Tierarten. Besonders Nashörner, Elefanten und Raubtiere profitieren von sicheren Wanderwegen und dem genetischen Austausch zwischen bislang getrennten Populationen.
Der letzte mögliche Verbindungsweg
Von ursprünglich drei geplanten Korridoren sind zwei inzwischen so stark besiedelt, dass eine Wiederherstellung kaum noch möglich ist. Der verbleibende Korridor umfasst derzeit rund 13,62 Quadratkilometer.
Gemeinsam mit dem Green Forest Fund sollen die benötigten Flächen erworben, eingezäunt und dauerhaft geschützt werden.
Naturschutz gemeinsam mit den Gemeinden
Neben dem Schutz der Wildtiere berücksichtigt das Projekt auch die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Geplant sind unter anderem Trinkwasserbrunnen, eine bessere Ausstattung von Schulen und Krankenhäusern sowie neue Arbeitsplätze.
Ziel ist es, Naturschutz, regionale Entwicklung und die Interessen der lokalen Gemeinden miteinander zu verbinden.
Jetzt handeln
Durch Besiedlung und landwirtschaftliche Nutzung gehen geeignete Flächen zunehmend verloren. Wird der letzte Korridor rechtzeitig gesichert, kann er zu einem wichtigen Vorbild für erfolgreichen Arten- und Landschaftsschutz werden.
FAQ
Was ist ein Wildtierkorridor?
Ein Wildtierkorridor ist eine geschützte Landschaftsverbindung zwischen zwei voneinander getrennten Lebensräumen. Tiere können sich dadurch sicher zwischen den Schutzgebieten bewegen.
Welche Gebiete soll der Korridor verbinden?
Der geplante Korridor verbindet das Chipinge-Safarigebiet mit der Save Valley Conservancy im Südosten Simbabwes.
Warum ist die Verbindung wichtig?
Die Verbindung ermöglicht Wanderungen und den genetischen Austausch zwischen Tierpopulationen. Dadurch können Inzucht verhindert und die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Arten gestärkt werden.
Welche Tierarten profitieren?
Besonders wichtig ist der Korridor für stark gefährdete Spitzmaulnashörner. Auch Elefanten, Afrikanische Wildhunde, Antilopen und große Raubtiere können von der Verbindung profitieren.
Wie groß ist der geplante Korridor?
Die derzeit noch verfügbare Fläche umfasst rund 13,62 Quadratkilometer. Durch den Erwerb weiterer angrenzender Flächen könnte der Korridor später erweitert werden.
Welche Maßnahmen sind vorgesehen?
Die Flächen sollen erworben und mit einem elektrischen Zaun gesichert werden. Zusätzlich sind ein Wegenetz, eine verstärkte Überwachung durch Wildhüter und Schutzmaßnahmen gegen Wilderei geplant.
Wie sollen Tiere die A10 überqueren?
Die Straße A10 führt durch den geplanten Korridor. Vorgesehen sind trichterförmige Zaunführungen, Wildgitter, Hinweisschilder und Fahrbahnschwellen. Sie sollen die Tiere gezielt über die Straße führen und den Verkehr verlangsamen.
Was geschieht mit bestehenden Siedlungen?
Menschen, die innerhalb des Korridors auf nicht legal genutzten Flächen leben, sollen in rechtlich gesicherte Gebiete umgesiedelt werden. Die beteiligten Organisationen wollen die entstehenden Kosten übernehmen.
Wie profitieren die örtlichen Gemeinden?
Geplant sind neue Arbeitsplätze sowie Verbesserungen bei der Trinkwasserversorgung und bei der Ausstattung von Schulen und Krankenhäusern. Dadurch soll die lokale Bevölkerung unmittelbar vom Projekt profitieren.
Warum muss das Projekt zeitnah umgesetzt werden?
Besiedlung, Landwirtschaft und der zunehmende Wettbewerb um Land verkleinern die noch verfügbaren Flächen. Je länger die Umsetzung dauert, desto schwieriger und kostspieliger wird die Sicherung des Korridors.
Teilnehmende Organisationen
AWARE Germany e.V. Traubenhüttenweg 3
65719 Hoheim
kontakt@aware-germany.de
Ansprechperson: Dr. Martin Kessler (Vorstand) Ansprechperson vor Ort: Matthew Mugoti
AWARE Trust Zimbabwe
16 Southam Road, Greystone Park; Harare, Zimbabwe
E-Mail awaretrust@gmail.com
www.awaretrust.org
Ansprechperson Dr. Keith Dutlow Parks and Wildlife Management Authority of Zimbabwe Cnr Borrowdale Rd. / Sandringham Dr. Harare, Simbabwe
GREEN FOREST FUND e.V.
Langer Anger 7–9
69115 Heidelberg
contact@greenforestfund.de
www.greenforestfund.de
Ansprechperson: Thorsten Walter